Farra d‘Alpago•Conegliano•Treviso•Canisano

76km / 350hm / 6216€
Ein letzter Berg, erst hinauf, dann herunter und ab dort nur noch flaches Land, wie lange ist es her das wir mal längere Strecken geradeaus gefahren sind, irgendwie ist das schön. So langsam fühlt es sich auch richtig nach Italien an. Mit seinen Weinbergen und den kleinen Dörfern. Die Straßen sind schlechter und teilweise für Rennrad ungeeignet, aber das ist für die zwei letzten Tag aushaltbar. Morgen ist es vorbei! Ich weiß noch gar nicht ob ich glücklich oder traurig sein soll, denn der Weg war mindestens genauso viel Ziel wie Venedig selber. Die verzierten Häuser und die kleinen Flüsse an denen wir vorbeikommen sind so farbenfroh, es wirkt als wäre das Leben hier einfach ein wenig leichter. Doch hinter den Fassaden erkennt man brüchiges Gemäuer und Armut, aber auch Menschen die hilfsbereit und zufrieden wirken. Mit Treviso kommen wir in die erste große Stadt seit langem, doch wir fahren ein wenig weiter zu einem kleinen Campingplatz. Als wir ankommen wirkt der eher wie ein Bauernhof und wir denken, dass das Internet sich vertan hat. Doch wir treffen eine liebe Frau und tatsächlich: Hier kann man campen. Die Oma bringt uns auf einem klapprigen Fahrrad ein paar hundert Meter die Landstraße hinauf zur Zeltwiese. Zum Abendbrot gibt es Wraps und unsere Nachbarn geben uns von ihnen selbstgemachte Fleischspieße. Irgendwie ist die Welt hier eine Andere.