Ein Rückblick

9010€ (Danke für das alles!♥️)
Nach zwei Nächten hat der Körper sich schon wieder entwöhnt und wir sind nicht wie sonst 8:25 pünktlich vor dem Wecker sondern um 10:44 aufgewacht. Doch dem Kopf fällt es nicht so leicht loszulassen. Deswegen will ich euch noch einmal mitnehmen hinter die Kulissen unserer Reise und ein paar Geschichten erzählen die wir erlebt haben. Nicht nur um mir diese schöne Zeit nochmal vor Augen zu führen, sondern auch als Dankeschön für eure unfassbare Unterstützung sei es emotional oder finanziell! Danke für die ganzen Glückwünsche und lieben Worte, ich habe seit dem wir angekommen sind gar keine Worte mehr für das was hier passiert und hoffe ich kann so meiner Dankbarkeit ein wenig Ausdruck verleihen.
•Der Tag war heiß und wir haben sehr viel geschwitzt, also mache ich mich auf den Weg zur Dusche, drei Minuten pro Duschchip, jeder von uns hat einen bekommen. Ich dusche, beeile mich aber merke, wie fettig meine Haare sind. Mit Shampoo seife ich sie ein spüle sie aus, grade als ich alles Shampoo entfernt habe gehen die drei Minuten um. Punklandung.
•Als wir entschieden haben die Reise auch als Spendenaktion für Viva con Agua zu machen haben wir überlegt wie viel Geld als Spendenziel denn realistisch seien. Dabei hatten wir zB überlegt ein Euro pro Kilometer wäre angebracht. Nach damaligen Schätzungen wären das ca. 1365€ gewesen. Mir schien das schon sehr viel. Dann habe ich mit einem Freund geredet und der hat gesagt: „Es ist egal ob ihr nach Köln oder Venedig fahrt, ob ihr 1000€ oder 10000€ sammeln wollt. Sobald ihr euer Ziel festgelegt habt werdet ihr davon überzeugt sein und es deswegen auch erreichen. Aber sei dir bewusst, das Ziel ist das Ende, danach gibt es kein weiterfahren und keine weiteren Spenden.“ Jetzt haben wir 9010€, weil wir dran geglaubt haben und weil ihr dran geglaubt habt.
•Im Unterricht haben wir oft von unserer Tour erzählt. Auch unseren Lehrern. Als wir dann am 1.7 zum Marktplatz kamen und unser Mathe-LK Lehrer dort stand und mit uns ein Teil der ersten Etappe fuhr war das trotzdem sehr überraschend.
•Wir haben eine Schlange (so eine richtig lange!), Glühwürmchen, Schwäne, Storche, Eidechsen, Möwen, Kühe, eine Gassi geführte Ziege, Esel, Pferde, Graureiher und einen Babymaulwurf gesehen. Eine Friedenstaube nicht. Dafür haben wir Menschen kennengelernt die mindestens so viel Frieden in sich tragen wie eine weiße Taube mit Ölzweig.
•In Venedig haben wir einen Buchladen gefunden, der auch deutsche Bücher hatte, sogar ein Buch was Matilda sehr interessierte, nur leider war es Teil 2 und den ersten Teil hatten sie schon verkauft.
•Auf unserer Reise haben wir einen Mann kennengelernt, der aus Österreich nach Kroatien fährt mit seinem Fahrrad und danach wieder zurück und all das, weil er Trautzeuge bei der Hochzeit seines besten Freundes in Kroatien ist. Auf die Frage ob er den Anzug im Gepäck habe lacht er nur und sagt, sein Freund müsse ihn auch bei der Hochzeit wohl in Radlerhose aushalten müssen.
•Am Abend kaufen wir in Treviso ganz viel Essen ein um am letzten Tag unserer Reise, einem Sonntag, nicht zu verhungern, da die Supermärkte zu haben. Angekommen beim Campingplatz stellen wir fest, dass der Supermarkt auf der anderen Straßenseite auch sonntags geöffnet hat.
•Beim Pubquiz in Innsbruck ist eine Kategorie ÖSTERREICH &INNSBRUCK. Besonders bei zwei Fragen können wir glänzen: Einmal muss man vier österreichische Promis an ihren Kindheitsbildern erkennen. Wir stellen fest, dass wir nichtmal vier österreichische Promis kennen. Bei der anderen Frage wollten sie wissen was die Kennzeichen der Buslinien zu gewissen Stadtteilen seien. Wir haben überlegt welche Zahlen denn vom Gefühl zu welcher Linie passen würden. Bei der Auflösung wurde uns klar, dass sie mit Buchstaben gekennzeichnet werden.
•In Kassel war der Kanuverein an der Fulda ein Stück von nächsten Supermarkt entfernt, weswegen wir Pizza bestellten. Absichtlich bestellten wir mehr als wir abends essen konnten um auch morgens als „Frühstück“ nochmal etwas davon zu essen. Unser Frühstück wurde nur leider über Nacht von einem äußerst fleißigen Waschbären gefressen.
•Als wir kurz nach der italienischen Grenze auf zwei Wanderinnen trafen grüßte Jesse mit Ciao Bella, die Omas lachten. Ob wegen des Bella oder der italienischen Begrüßung mit klar erkennbar deutschem Akzent in Südtirol war unklar.
•Im italienischen Supermarkt trafen wir auch auf einen Mann der eine Palette Grabkerzen kaufte… …und Gummibärchen.