BrixenâąKiensâąBruneckâąToblach

108km / 1050hm / 5797âŹ
Einmal die Alpen hinaufzufahren ist anstrengend, in ihnen weiterzukommen aber beinahe genauso hart. Aufgewacht nach diesem wilden letzten Tag waren wir etwas trĂ€ge und schwer zu begeistern fĂŒr den ewigen Asphalt. Wir mussten uns die ersten Kilometer ganz schön quĂ€len doch vielleicht ist das auch mal gut so, wir sind ja hier nicht nur zum Sonntagsausfahren. Doch trotzdem kam den immer wieder die Frage auf wozu wir das ganze tun. Doch ich will es mit den Worten von Coelho probieren, dessen Buch ich in Innsbruck gekauft habe:
âManchmal können wir mit etwas, das wir tun und das unbedeutend erscheint, vieles retten oder alles zerstören. Womöglich ist das alles nur Unsinn, dennoch sind mir meine TrĂ€ume wichtig, und ich möchte ihnen folgen: Ich glaube, alle Menschen sind miteinander verbunden, zwischen ihnen besteht eine Beziehung, die einem riesigen unsichtbaren Spinnennetz gleicht. So verrĂŒckt es erscheinen mag, aber mit meiner Arbeit versuche ich, dieses Netz hier und dort zu flicken.â
Was ich damit sagen will: Wir sind weitergefahren, immer bergauf. Die ĂŒber tausend Höhenmeter galt es Meter fĂŒr Meter zu erklimmen, je lĂ€nger wir unterwegs waren umso steiler wurden die Auf- und Abfahrten.Trotz totaler Erschöpfung haben wir es am Ende nicht bereut, denn der Ort an dem wir ankamen ist trotz aller Anstregung perfekt, womöglich auch wegen all dieser MĂŒhen. Der Zeltplatz war umhĂŒllt von Berggipfeln und lag direkt an einem See, der Zugang war einzig und allein ĂŒber eine ganz flache BrĂŒcke quer ĂŒber den See möglich. Alles hier war schön, selbst die Menschen waren leicht und freundlich, es wirkte als wĂ€re hier vor uns schon jemand gewesen und hĂ€tte das Netz geflickt.